Mittwoch, 23. September 2026

 Der Alte Dessauer - Leopold von Anhalt-Dessau


Weitere Erläuterungen zu der Person lesen Sie gerne bei den schon veröffentlichen Figuren des "Alten Dessauers".

Die schöne 100 mm-Figur nach J. W. Schadow stammt aus dem Hause "Zinnfiguren aus Anhalt".


 

König Friedrich Wilhelm I (* 14. August 1688 in Cölln; † 31. Mai 1740 in Potsdam)

Nach dem Tod seines Vaters bestieg Friedrich Wilhelm am 25. Februar 1713 den Thron. Noch war er aber nur König in Preußen (später Ostpreußen genannt) und Kurfürst von Brandenburg. Er übernahm ein durch die Prunksucht des Vaters verschuldeten Staat, den er durch eine straff durchorganisierte Verwaltung und in allen Bereichen sparsame Hofhaltung sanierte. Alleine für die Armee gab er mehr Geld aus, um ein starkes stehendes Heer aufzubauen, um die Durchmärsche des 30jährigen Krieges nicht mehr erdulden zu müssen. Besonders bekannt ist seine Riesengarde (später Grenadier-Regiment 6), die aber vor allem den Zweck einer Versuchs- und Paradetruppe hatte. Die Körpergröße bot beim schnellen Laden der Muskete den großen Vorteil, dass man mit einem langen Arm den Ladestock nicht mehrfach greifen musste, also schneller war, was hinsichtlich der Feuerkraft großen Eindruck beim ausländischen Besucher hinterließ. Er führte nur einmal Krieg 1715 gegen die Schweden, um diese aus Pommern zu vertreiben, was nur teilweise gelang.  Ansonsten unterstützte er den Kaiser im spanischen Erbfolgekrieg.

Er förderte die Wirtschaft durch ein merkantilistisches Wirtschaftssystem und eine tolerante Religionspolitik, wovon vor allem die 15.000 verfolgten Salzburger Protestanten profitierten.

Die schöne 75 mm-Figur stammt aus dem Hause "Zinnfiguren aus Anhalt".



Sonntag, 8. Februar 2026

 

Prinz Friedrich Eugen von Württemberg – Dragoner-Regiment 12


Das Regiment wurde 1741 von Württemberg übernommen und hatte bis 1759 württembergische Chefs. Der Prinz Eugen führte das Regiment von 1749 bis 1769 und zeigte sich als Führer großer Korps sehr geschickt und stand deshalb beim König in hohem Ansehen. Entsprechend seiner Herkunft waren die Abzeichenfarbe der Uniform Schwarz und die Knöpfe der Mannschaften bzw. die Schleifen der Offiziere silbern.

Die schöne Figur aus dem Hause Fleesensee wird dort als Marshall Keith bezeichnet. Da ich aber keine Unterlagen finden konnte, die die dort verwendeten Uniformelemente bestätigten, habe ich mich an das Menzel Bild des Prinzen angelehnt. Allerdings werden darin fehlerhaft keine Aufschläge und Schleifen gezeigt.

Über die linke Schulter hat der Prinz nur halb angezogen und über den Arm geworfen den Kaputrock. einen dunkelblauen Radmantel mit einem breiten Kragenumschlag (sieht man etwas abstehend). Das Futter war in der jeweiligen Farbe des Aufschlag, also hier schwarz.       

Freitag, 5. Dezember 2025

Friedrich II von Preußen 



Diese schöne Figur stellt den König in der Gala-Uniform der Garde, des Infanterie-Regiments 15, dar. Der König trägt auch die Schärpe des Schwarzen Adlerordens, den Orden selbst trägt er links auf dem Uniformrock. 


Diese Figur ist einem Bild nachempfunden. Leider habe ich noch nicht aufklären welche. Der König trug diese Uniform mit dem 
aufwändigen Schleifenbesatz üblicherweise nicht, sondern nur die sogenannte Interimsuniform mit einfache Silberknöpfen. Auch wurde die Ordensschärpe nur zu besonderen Anlässen angelegt.  

Wer die schöne Figur geschaffen hat, ist mir leider nicht bekannt, auf einem Grabbeltisch steht das meist nicht dabei. 

Dienstag, 14. Januar 2025

Husar von Husaren-Regiment Nr. 7

 


Dieses Regiment wurde in der Errichtungswelle der Husaren-Regimenter nach den Erfahrungen des 1. Schlesischen Krieges 1743 errichtet. Langezeit (1753-1775) führte es der aus kursächsischen Diensten kommende Oberstleutnant (später Generalleutnant) Paul Joseph Malachow v. Malachowski, ein Bruder des Chefs des H3. Seine Standorte lagen in Ostpreußen. Das Regiment wurde zusammen mit seinem Schwesterregiment aus Ostpreußen, H5, sehr intensiv nicht nur auf den östlichen Kriegsschauplätzen eingesetzt, sondern auch auf den westlichen. Allgemein wurde es sehr positiv bewertet.

Dienstag, 3. September 2024

 Offizier des Infanterie-Regiments 49 

 

1741 wurde auch diese Regiment neu errichtet. Es wurde von Anfang an als ein "Pionier-Regiment" aufgestellt. Aber eigentlich waren es nur die beiden Mineur-Kompaniern, statt der üblichen Grenadier-Kopmpanien. Die Rekruten stammten aus Oberschlesien und Mähren. Es gab dafür auch eine etwas abweichende Fahnen mit Pioniersymbolen.

1758 wurde es dann zu einem Füsilier-Regiment umgebildet und die beiden Mineur-Kompanien blieben eigenständig. So hatte das Regiment keine Grenadier-Kompanien. Trotz dieser Umwandlung hat man drei Russen-Schlachten gut überstanden. 

 Offizier des Infanterie-Regiments 40 

Dieses Füsilioer-Regiment wurde 1741 aus einem Bataillon Sachsen-Eisenachs errichtet und mit Rekruten ergänzt. Als einzigem Regiment der neu errichtetten Regimenter wurden den Offizieren Schleifen gestattet. Auch ist der rosfarbene Stoff vergleichsweise teuer in der Beschaffung. Vermutlich war dies einem Wohlwollen seines ersten Chefs zu verdanken, dem Herzog WWilhelm Heinrich von Sachsen-Eisenach.

Sein Kommandeur war bis 1759 v. Kreytzen und dannach v. d. Gabelentz. Es war zunächst in Breslau stationiert und dann in Schweidnitz. Nach Kolin und der späteren Gefangennahme in Schweidnitz blieb das Regiement eher die zweite Garnitur.