Dienstag, 3. September 2024

 Offizier des Infanterie-Regiments 49 

 

1741 wurde auch diese Regiment neu errichtet. Es wurde von Anfang an als ein "Pionier-Regiment" aufgestellt. Aber eigentlich waren es nur die beiden Mineur-Kompaniern, statt der üblichen Grenadier-Kopmpanien. Die Rekruten stammten aus Oberschlesien und Mähren. Es gab dafür auch eine etwas abweichende Fahnen mit Pioniersymbolen.

1758 wurde es dann zu einem Füsilier-Regiment umgebildet und die beiden Mineur-Kompanien blieben eigenständig. So hatte das Regiment keine Grenadier-Kompanien. Trotz dieser Umwandlung hat man drei Russen-Schlachten gut überstanden. 

 Offizier des Infanterie-Regiments 40 

Dieses Füsilioer-Regiment wurde 1741 aus einem Bataillon Sachsen-Eisenachs errichtet und mit Rekruten ergänzt. Als einzigem Regiment der neu errichtetten Regimenter wurden den Offizieren Schleifen gestattet. Auch ist der rosfarbene Stoff vergleichsweise teuer in der Beschaffung. Vermutlich war dies einem Wohlwollen seines ersten Chefs zu verdanken, dem Herzog WWilhelm Heinrich von Sachsen-Eisenach.

Sein Kommandeur war bis 1759 v. Kreytzen und dannach v. d. Gabelentz. Es war zunächst in Breslau stationiert und dann in Schweidnitz. Nach Kolin und der späteren Gefangennahme in Schweidnitz blieb das Regiement eher die zweite Garnitur. 



 Pfeiffer des Infanterie-Regiments 6 "Grenadier-Garde"



Hinsichtlich des Regiments sieh Erläuterungen beim Zimmermann dieses Regiements.

Auch hier sehen wir die aufwändigen Goldborten und -knöpfe.

Ursprüngloich hatte jede Kompanier zwei Pfeiffer und drei Tamboure als Spielleute. Abr ab 1.11.1749 entfielen die Pfeiffer der Musketier-Kompanien. Die Pfeiffer marschierten neben den drei Trommlern. 

 Zimmermann des Infanterie-Regiments 6  "Grenadier-Garde"

1675 war dieses Regiment aus dem märkischenLandesaufgebot für den Kurprinzen aufgestellt worden. 1713 wurde es an das "Rote Greandier-Bataillon" angeschlossen undczur Garde des Königs. Unter Friedrich Wilhelm I wurde es damit zur Versuchstruppe für alle Neuheiten in der Atmee. Seine "Marotte" besonders "Lange Kerls" hier einzustelen, kannten die Fürstenhäuser und machten ihm so Geschenke. Aber der tiefere Sinn war es, den Besuchern bei Vorführungen Angst einzuflößen, wie perfekt diese so gedrillte Truppe aggiere, so dass man von einer kriegerischen Auseinandersetzung lieber Abstand nahm. Da man damals noch in einen Vorderlader erst Puler schüttete, dann die Kugel hineinstoßen musste, war es sehr nützlich, lange Arme zu haben und groß zu sein. So konnte man in einem Hub stoßen, war damit schneller und brachte mehr Blei an den Feind. Auch musste der Gewehrkolben nicht nach hinten zwischen die Hinterleute, diese störend, geschoben werden. Der Soldatenkönig führte keine eigenen Kriege, sondern unterstütze immer wieder nur pflichgemäß den Kaiser. 

Mit Regierugsanritt Friedrich II wurde sein bisherigen Regiment Nr. 15 zur neuen Garde und das in Potsdam stationierte Regiment 6 wurde auf ein Bataillon reduziert und "Grenadier-Garde" genannt. Besondere Chefs waren v. Retzow und Rohdich, der darüber auch Erinnerungen schrieb.

Jedes Batailion 6 Zimmerleute (3 je Granadier-Kompanie), die dann im Kriegsfall zur zugeteilten Regimentsartillerie traten. Jeder trug eine Axt und zum Schutz der Hose eine Lederschürze.