König Friedrich Wilhelm I (* 14. August 1688 in Cölln; † 31.
Mai 1740 in Potsdam)

Nach dem Tod seines Vaters bestieg Friedrich Wilhelm am 25.
Februar 1713 den Thron. Noch war er aber nur König in Preußen (später Ostpreußen
genannt) und Kurfürst von Brandenburg. Er übernahm ein durch die Prunksucht des
Vaters verschuldeten Staat, den er durch eine straff durchorganisierte
Verwaltung und in allen Bereichen sparsame Hofhaltung sanierte. Alleine für die
Armee gab er mehr Geld aus, um ein starkes stehendes Heer aufzubauen, um die
Durchmärsche des 30jährigen Krieges nicht mehr erdulden zu müssen. Besonders
bekannt ist seine Riesengarde (später Grenadier-Regiment 6), die aber vor allem
den Zweck einer Versuchs- und Paradetruppe hatte. Die Körpergröße bot beim
schnellen Laden der Muskete den großen Vorteil, dass man mit einem langen Arm den
Ladestock nicht mehrfach greifen musste, also schneller war, was hinsichtlich
der Feuerkraft großen Eindruck beim ausländischen Besucher hinterließ. Er
führte nur einmal Krieg 1715 gegen die Schweden, um diese aus Pommern zu vertreiben,
was nur teilweise gelang.
Ansonsten
unterstützte er den Kaiser im spanischen Erbfolgekrieg.
Er förderte die Wirtschaft durch ein merkantilistisches
Wirtschaftssystem und eine tolerante Religionspolitik, wovon vor allem die
15.000 verfolgten Salzburger Protestanten profitierten.
Die schöne 75 mm-Figur stammt aus dem Hause "Zinnfiguren aus Anhalt".
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