Der Alte Dessauer - Leopold von Anhalt-Dessau
Weitere Erläuterungen zu der Person lesen Sie gerne bei den schon veröffentlichen Figuren des "Alten Dessauers".
Die schöne 100 mm-Figur nach J. W. Schadow stammt aus dem Hause "Zinnfiguren aus Anhalt".
1753 und 1756 führte die friederizianische Armee in der Nähe Spandaus mit mehr als 40.000 Mann Manöver durch. Hieraus zeige ich in einzelnen Dioramen Elemente - immer eng am Reglement orientiert, aber auch mit etwas freier Schöpfung. Auch andere Szenen und Figuren sind sehenswert.
König Friedrich Wilhelm I (* 14. August 1688 in Cölln; † 31.
Mai 1740 in Potsdam)
Er förderte die Wirtschaft durch ein merkantilistisches
Wirtschaftssystem und eine tolerante Religionspolitik, wovon vor allem die
15.000 verfolgten Salzburger Protestanten profitierten.
Die schöne 75 mm-Figur stammt aus dem Hause "Zinnfiguren aus Anhalt".
Prinz Friedrich Eugen von Württemberg – Dragoner-Regiment
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Die schöne Figur aus dem Hause Fleesensee wird dort als Marshall Keith bezeichnet. Da ich aber keine Unterlagen finden konnte, die die dort verwendeten Uniformelemente bestätigten, habe ich mich an das Menzel Bild des Prinzen angelehnt. Allerdings werden darin fehlerhaft keine Aufschläge und Schleifen gezeigt.
Über die linke Schulter hat der Prinz nur halb angezogen und über den Arm
geworfen den Kaputrock. einen dunkelblauen Radmantel mit einem breiten
Kragenumschlag (sieht man etwas abstehend). Das Futter war in der jeweiligen
Farbe des Aufschlag, also hier schwarz.
Friedrich II von Preußen
Diese schöne Figur stellt den König in der Gala-Uniform der Garde, des Infanterie-Regiments 15, dar. Der König trägt auch die Schärpe des Schwarzen Adlerordens, den Orden selbst trägt er links auf dem Uniformrock.
Diese Figur ist einem Bild nachempfunden. Leider habe ich noch nicht aufklären welche. Der König trug diese Uniform mit dem aufwändigen Schleifenbesatz üblicherweise nicht, sondern nur die sogenannte Interimsuniform mit einfache Silberknöpfen. Auch wurde die Ordensschärpe nur zu besonderen Anlässen angelegt.
Wer die schöne Figur geschaffen hat, ist mir leider nicht bekannt, auf einem Grabbeltisch steht das meist nicht dabei.
Husar von Husaren-Regiment Nr. 7
Dieses Regiment wurde in der Errichtungswelle der Husaren-Regimenter nach den Erfahrungen des 1. Schlesischen Krieges 1743 errichtet. Langezeit (1753-1775) führte es der aus kursächsischen Diensten kommende Oberstleutnant (später Generalleutnant) Paul Joseph Malachow v. Malachowski, ein Bruder des Chefs des H3. Seine Standorte lagen in Ostpreußen. Das Regiment wurde zusammen mit seinem Schwesterregiment aus Ostpreußen, H5, sehr intensiv nicht nur auf den östlichen Kriegsschauplätzen eingesetzt, sondern auch auf den westlichen. Allgemein wurde es sehr positiv bewertet.
Offizier des Infanterie-Regiments 49
1741 wurde auch diese Regiment neu errichtet. Es wurde von Anfang an als ein "Pionier-Regiment" aufgestellt. Aber eigentlich waren es nur die beiden Mineur-Kompaniern, statt der üblichen Grenadier-Kopmpanien. Die Rekruten stammten aus Oberschlesien und Mähren. Es gab dafür auch eine etwas abweichende Fahnen mit Pioniersymbolen.
1758 wurde es dann zu einem Füsilier-Regiment umgebildet und die beiden Mineur-Kompanien blieben eigenständig. So hatte das Regiment keine Grenadier-Kompanien. Trotz dieser Umwandlung hat man drei Russen-Schlachten gut überstanden.
Offizier des Infanterie-Regiments 40
Dieses Füsilioer-Regiment wurde 1741 aus einem Bataillon Sachsen-Eisenachs errichtet und mit Rekruten ergänzt. Als einzigem Regiment der neu errichtetten Regimenter wurden den Offizieren Schleifen gestattet. Auch ist der rosfarbene Stoff vergleichsweise teuer in der Beschaffung. Vermutlich war dies einem Wohlwollen seines ersten Chefs zu verdanken, dem Herzog WWilhelm Heinrich von Sachsen-Eisenach.Sein Kommandeur war bis 1759 v. Kreytzen und dannach v. d. Gabelentz. Es war zunächst in Breslau stationiert und dann in Schweidnitz. Nach Kolin und der späteren Gefangennahme in Schweidnitz blieb das Regiement eher die zweite Garnitur.
Pfeiffer des Infanterie-Regiments 6 "Grenadier-Garde"
Hinsichtlich des Regiments sieh Erläuterungen beim Zimmermann dieses Regiements.
Auch hier sehen wir die aufwändigen Goldborten und -knöpfe.
Ursprüngloich hatte jede Kompanier zwei Pfeiffer und drei Tamboure als Spielleute. Abr ab 1.11.1749 entfielen die Pfeiffer der Musketier-Kompanien. Die Pfeiffer marschierten neben den drei Trommlern.
Zimmermann des Infanterie-Regiments 6 "Grenadier-Garde"
Mit Regierugsanritt Friedrich II wurde sein bisherigen Regiment Nr. 15 zur neuen Garde und das in Potsdam stationierte Regiment 6 wurde auf ein Bataillon reduziert und "Grenadier-Garde" genannt. Besondere Chefs waren v. Retzow und Rohdich, der darüber auch Erinnerungen schrieb.
Jedes Batailion 6 Zimmerleute (3 je Granadier-Kompanie), die dann im Kriegsfall zur zugeteilten Regimentsartillerie traten. Jeder trug eine Axt und zum Schutz der Hose eine Lederschürze.
Offizier des Infanterie-Regimentes 22 Prinz Moritz von Anhalt-Dessau
Chef dieses Regimentes war von 1741 bis 1760 Prinz Moritz
von Anhalt-Dessau, dem jüngsten Sohn des „Alten Dessauers“. Er wurde nach der
Schlacht von Leuthen für seine erfolgreiche Führung des rechten Flügels zum
Flankenstoß zum Feldmarschall ernannt. Schon vorher hatte er sich in allen
Schlachten sehr bewährt. Aber er tat sich auch als Schriftsteller, Denker und
Kolonisator Pommerns hervor. Das Regiment war in Stargard/Pommern stationiert.
Nach dem das Regiment bei Kolin vier Fünftel seines Bestandes verloren hatte,
brauchte es bis Torgau, um sich wieder in der Spitzengruppe der Regimenter zu
etablieren.
Wohl selten gingen aus einer Familie so viele hochrangige
Offiziere her vor, wie in dieser Generation: Wilhelm Gustav - preußischer Generalleutnant, Leopold
Maximilian - preußischer Generalfeldmarschall, Dietrich - preußischer
Generalfeldmarschall, Friedrich Heinrich Eugen – preußischer Generalmajor/sächsischer
Feldmarschall, Moritz - preußischer Generalfeldmarschall.
1772 – Zieten nickt an
Diese Szene entstand nach einer Radierung von Chodowiecki. Ich habe die Gruppe wie immer etwas angereichert.
Offizier des Infanterie-Regimentes 46
Diese 1743 neu aufgestellte Füsilier-Regiment war in Berlin Neu-Cölln und der Cöpenicker Vorstadt stationiert. Bis Ende 1757 war Prinz Eugen von Württemberg sein Chef (württembergische Farben der Uniform). Es nahm an den verlustreichen ersten Schlachten des Krieges teil: Prag, Breslau, Leuthen. Die beiden Russenschlachten ließen es dann endgültig verschleißen und in der Qualität sinken. Es tritt noch einmal zu Ende in Landshut in Erscheinung.
Die Herkunft der Figur ist mir nicht bekannt. Ich musste sie
etwas bearbeiten, denn es waren die in Preußen unüblichen Dreier-Kopfsätze
graviert.
Der Alte
Dessauer - Infanterie-Regiment 3
Der Erbprinz Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, genannt der alte Dessauer, weil auch sein Söhne erfolgreich in der Armee dienten, übernahm das Hallesche Regiment von seinem Vater. Es wurde seit 1679 länger als ein Jahrhundert vom Hause Anhalt geführt. Der Alte Dessauer war unter Friedrich-Wilhelm I als dessen Zuchtmeister der Armee tätig und entwickelte maßgeblich die Fähigkeiten der Infanterie, die in den ersten schlesischen Kriegen der Siegesgarant war.
Die Uniform ist mit der schlichten Knopfreihe von 12 Knöpfen
in der Armee ungewöhnlich. Nur Nr. 19 Markgraf Carl hat als Fürstenregiment mit
goldenen Schleifen Ähnliches.
Offizier des Infanterie-Regimentes 10
Dieses Regiment hatte seine Garnison in Herford und Bielefeld. Zu Beginn des langen Krieges wurde es mit dem anderen westfälischen Regiment Nr. 9 aus Soest und Hamm auf den schlesischen Kriegsschauplatz gezogen und kämpfte bei Breslau, Leuthen, Landshut und Burkersdorf. Beide Regimenter litten in ihrer Qualität durch die Trennung von ihren Kantonen im Westen. Der Alltag dieses Regimentes wird sehr anschaulich in dem „Tagebuch des Musketier Domenicus“ beschrieben.
Die Figur stammt aus der wunderbaren 40mm-Figurenserie der Fredericus-Rex-Flachfiguren
der ehemaligen Offizin Konrad Schulte, die heute bei Zinnfiguren-Fleesensee zu
erwerben ist.
Trommler -
Infanterie-Regiment 21
Der sehr verdiente General Hülsen war lange Zeit Chef dieses Regimentes aus Halberstadt. Nachdem es bei Kolin fast ausgelöscht worden war, kam es nie mehr zu seiner alten Qualität zurück. Wir sehen hier die klassischen Tambourborten mit den Winkeln und dem s.g. Schwalbennestern, den Schulterborten. Die Farben der Trommelreife sind oftmals nicht mehr überliefert.
Soldat
des Freibataillon Schony
Der Kleinkrieg gewann mit zunehmender Dauer des Krieges an Bedeutung. So wurde 1760 auch aus ungarischen Kriegsgefangenen das Frei-Corps Schony errichtet. Es bestand vier Kompanien Frei-Grenadiere und zwei Eskadron Frei-Husaren. 1763 löst man es wie auch die anderen Frei-Verbände wieder auf. Man kennt keine besonderen Aktionen, beurteilt es aber allgemein positiv. Die Uniformen der Frei-Verbände sind recht bunt und passen nicht in die Struktur der Preußischen Armee. In diesen Verbänden konnten auch Bürgerliche sich als Offiziere noblieren.
Die Figur stammt aus der wunderbaren 40mm-Figurenserie der Fredericus-Rex-Flachfiguren
der ehemaligen Offizin Konrad Schulte, die heute bei Zinnfiguren-Fleesensee zu
erwerben ist.
Bosniak
Die Figur stammt aus der wunderbaren 40mm-Figurenserie der Fredericus-Rex-Flachfiguren
der ehemaligen Offizin Konrad Schulte, die heute bei Zinnfiguren-Fleesensee zu
erwerben ist.
Garde du
Corps - Kürassier-Regiment 13
Wir sehen einen Standartenträger. Die Standarte mit einem
Adler, der das Tuch in Form eines Vexilliums an einer Kette in seinem Schnabel
trägt ist einzigartig. Die silbergewirkte Schärpe ist sehr aufwändig.
Der Offizier und der präsentierende Reiter des
Hofwacht-Kommandos tragen die Superweste mit dem Wappenstern und Adler. Dies
Kleidungsstücke der Wachen waren n vielen europäischen Höfen Stil und von
Friedrich übernommen worden. Die Offiziersweste wurde später länger
geschnitten.
Die Figuren stammen aus der wunderbaren 40mm-Figurenserie
der Fredericus-Rex-Flachfiguren der ehemaligen Offizin Konrad Schulte, die
heute bei Zinnfiguren-Fleesensee zu erwerben ist.
General Friedrich Wilhelm von Dossow – Infanterie-Regiment 45
Zahlreiche
Mitglieder diese alten pommerschen Adelsgeschlechtes dienten in der preußischen
Armee. Nach einer Gymnasialausbildung in Berlin und der Ritterakademie in
Kolberg trat von Friedrich-Wilhelm 1683 in Ostpreußen die Armee ein. Er kämpfte
im Spanischen Erbfolgekrieg, gegen die Türken, die Franzosen am Rhein, die
Schweden. Als Adjutant des Alten Dessauers nahm er an der Eroberung von Rügen
und der Belagerung Stralsund teil. Wiederholt stellte er neue Regimenter auf
und bildet sie hervorragend aus. Schon 1736 wurde er als Generalmajor
stellvertretender Gouverneur von Wesel. Friedrich II, beförderte ihn 1740 zum
Generalleutnant und verlieh ihm den Orden Pour le Mérite.
Das Regiment wurde 1743 von ihm neun aufgestellt, nachdem er
aus Wesel das Regiment 31 nach Schlesien abgeben musste. Von jeder Kompanie
blieben 10 Mann als Stamm, auch der Kanton wurde übernommen und auch die
Uniform. Die Qualität war wie bei den beiden anderen West-Regimentern 44 und 48
eher mäßig, weil die Kantone verloren gingen.
Feldpostillion
Die Feldpost trat erst im Kriegsfall zusammen. Man für ganze Regionen stand nur ein Feldpostmeister zur Verfügung, aber die eigentlichen Postillions standen auf dem Ziviletat. Er führte ein Posthorn an einer orangenen Schnur. Auf der schlichten Uniform prangte ein goldener Adler. Außerdem trug man eine orangene Schärpe ohne Quasten.
Die Figur stammt aus der wunderbaren 40mm-Figurenserie der Fredericus-Rex-Flachfiguren
der ehemaligen Offizin Konrad Schulte, die heute bei Zinnfiguren-Fleesensee zu
erwerben ist.